Archiv für Juli, 2008

Plakat für die Tour de Salz

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Leserbrief zum Flyer der K + S AG

Sieht man die Bemühungen von Kali +Salz uns Bürgern Argumente für ihre geplante Umweltverschmutzung zu geben, so mache ich mir als Bürger Gedanken, für wie blöd man uns seitens K+S hält. Was würde man sagen, wenn heute die Automobilindustrie argumentierte, „Vollgas ist doch besser als Gas wegnehmen, da eine gleichmässige Belastung für unsere Umwelt verträglicher ist ..….“ oder, die Brauereien postulierten „jeden Tag besoffen ist doch besser als unregelmäßiges Trinken, damit unser Körper nicht den Schwankungen und Strapazen eines nüchternen Daseins ausgesetzt ist“…… Da dies, neben der obligaten Androhung des Verlustes von Arbeitsplätzen eines der wichtigsten Argumente von K+S für die Salzeinleitung und somit einer über Jahrhunderte währenden Umweltverschmutzung zu sein scheint, hoffe ich, dass alle Betroffenen merken, welche Wertschätzung unsere Region und ihre Bürger bei K+S genießen.

Dass man es bei Kali + Salz auch nicht so genau nimmt oder vielleicht nicht genau nehmen will, sieht man darin, dass die Belastung der Werra in Eschwege nur mit ca. 1200 mg/l Chlorid geschätzt wird. Angesichts der Millionengewinne könnte man ja erwarten, dass es doch verlässliche und objektive Messungen geben müsste….. oder ist K+S das Geld zuschade, weil die Kontrollbehörden ja doch alles glauben? Wie kommt es, dass die Fischereigenossenschaft erst kürzlich in Hann. Münden einen Chloridwert von ca. 6.000 mg/l gemessen hat….Sagt man uns wirklich die Wahrheit?… Was wird uns noch an Umweltsünden verschwiegen oder geschönt…? Drückt die Salzlauge durch die Verpressung in das Dolomitgestein nun bei uns schon unkontrolliert und diffus an die Oberfläche und gelangt in unser Trinkwasser? Was passiert, wenn der Plattendolomit in wenigen Jahren keine Salzlauge mehr aufnimmt, so wie K+S schon im Prospekt ankündigt? Kommen dann noch einmal einige Millionen Kubikmeter Salzlauge auf Werra und Weser zu?

Anstatt nach den beginnenden Bürgerprotesten entlang Werra und Weser sich Gedanken über Alternativen zur geplanten billigsten Entsorgungsvariante zu machen, versucht man in der gewohnten konzerntypischer Argumentation und einem Hochglanzprospekt nur die Interessen und Gewinne des Konzerns zu sichern. Unsere verantwortlichen Politiker sollten gerade diesen Versuch von K+S zum Anlass nehmen, der derzeit landesüblichen Volksverdummung der Industrie (Gas, Benzin, Energie, Strom u.v.m…) entgegen zu treten, sich den Protesten der Bürger anzuschließen und sich jetzt erst recht massivst und absehbar für eine saubere Werra im Werratal einzusetzen. Das Erfreulichste an dem Hochglanzprospekt aber ist, dass nun viel mehr Menschen wissen was K+S vorhat und jeder Mensch mit einem gesunden Menschenverstand weiß, dass es nicht gut ist über 700 Jahre Salz in einen Süßwasserfluß zu kippen.

Stefan Heuckeroth-Hartmann

HNA 17.07.2008

HNA 16.07.2008

„Tour de Salz“ am 03. August 2008!!!

 

Tour de Salz – Radsport meets Umweltschutz

Am Sonntag, 03.08.2008, findet die „Tour de Salz – Radsport meets Umweltschutz“ des Vereins Rettet die Werra e.V. statt. 

Etwa 15-20 Radsportler unter anderem des Teams „BSA-Biker“ wollen an diesem Tag von dem Ort, an dem beide Quellflüsse zusammenfließen, bis zur Mündung der Werra, insgesamt ca. 270 km, mit dem Rad fahren. Start ist geplant am 03.08 bei Eisfeld/Thüringen um 06.00 Uhr. 

Die Radfahrer versuchen die gesamte Strecke an einem Tag zu absolvieren und wollen damit ein sportliches Zeichen gegen die Werraversalzung setzen! Zum Vergleich: die längste Strecke der Tour de France ist zirka 230 km lang. 

Die Amateur- Radsportler, die sich diese Strecke vorgenommen haben, sind gut trainiert und trauen sich diese Strecke zu. Wir fahren mit Begleitfahrzeugen in der Nähe der Radfahrer, so dass wir jeden, der aus welchem Grund auch immer nicht mehr weiterfahren kann oder will, aufnehmen und transportieren können.

Die Tour ist eine echte sportliche Herausforderung und verlangt von den Akteuren sehr viel Mut und Schweiß zum Schutz der Werra. 

In Dankmarshausen (Thüringen), Bad Sooden-Allendorf und Hann.Münden (Niedersachsen) werden Etappenveranstaltungen mit Ansprachen zum Thema Werraversalzung, Musik, Unterhaltung etc. stattfinden.

Für die Etappe in Dankmarshausen erhalten wir tatkräftige Unterstützung des Bürgermeisters Werner Hartung aus Gerstungen und der BI für ein lebenswertes Werratal. Die Radfahrer wollen dort so gegen 11.00 bis 12.00 Uhr eintreffen.

Auf dem Markplatz in Bad Sooden-Allendorf werden die Radfahrer etwa gegen 16.00 bis 17.00 Uhr erwartet.

Dort wird von 14.00 bis ca. 19.00 Uhr ein buntes Informations- und Unterhaltungsprogramm zum Thema Werraversalzung geboten. Unter anderem wird der hiesige Verein für Heimatkunde auf traditionelle Weise Salz sieden, wobei erwähnenswert ist, dass es sich hier nicht um die sonst übliche Sole, sondern um Werrawasser handeln wird.

Rund um die Ankunftszeit der Radsportler, also zwischen 16.00 und 17.00 Uhr, sind Ansprachen zum Thema Werra-Versalzung geplant. 

Die Radfahrer verweilen max. 45 min und fahren dann nach Hann. Münden, wo wir sie etwa gegen 20.00 Uhr erwarten. Die dortige Etappenveranstaltung wird von der Fischereigenossenschaft Hann.Münden vorbereitet.

Wer sich gern an der Aktion beteiligen möchte, sei es durch mitfahren einer Etappe, Sponsoring eines Begleitfahrzeuges o.ä., meldet sich bitte bei Frank Hix (siehe Kontakt). 

>Freuen sich auf die „Tour de Salz“: die Truppe der BSA-Biker und ihre Mitstreiter.

HNA 12.07.2008

HNA 24.06.2008